3 Tage in Antofagasta
Da es in Antofagasta nicht enorm viel zu sehen gibt habe ich erst mal…
…ausgeschlafen und dann entspannt groß gefrühstückt :D (Zum Glück gibt es nebenan direkt einen guten Minimarket)
Ach und was noch erwähnenswert ist, das Hostel ist quasi wie ausgestorben und ich habe ein Doppelzimmer für mich alleine mit privatem Bad :)
Tag 1
Ziel des Tages: Stadt zu Fuß erkunden. Dafür bin ich zunächst zu den Ruinen der Huanchaca im Süden der Stadt gelaufen und dann die ganze Küste hoch bis zum alten Hafen und Steg (wo sehr viele Seelöwen chillen) und dann einmal ques durch die Stadt zurück. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um mich mit Blasenpflastern und Elektrolyten einzudecken und herausgefunden, dass man hier im Gegensatz zu Valpo die Micros mit Karte zahlen kann :) Naja und dann war ich auch schon fast 5h zu Fuß unterwegs und habe beschlossen den Tag entspannt im Hostel ausklingen zu lassen. Nach einem guten Abendessen begleitet von guten Telefonaten war ich durchaus zufrieden mit meinem Tag.
Problem war nur, was mach ich denn jetzt noch die nächsten 2 Tage?
Tag 2
An Sightseeing fehlten mir zu diesem Zeitpunkt nur noch die “Mano del Desierto” (unnerreichbar ohne Auto oder Mittraveler, denn alleine wollte ich dann doch nicht das Risiko eingehen, eine Stunde in die Wüste zu hitchhiken und evtl nicht wieder rauszukommen… Und da es hier irgendwie wohl keine anderen Touris gibt… ) und die “Portada” (näher dran im Norden, unsicheres Gebiet, aber evtl größteteils mit Bus machbar -> Fazit: Quest des Tages ˆˆ)
Naja und so habe ich mich in einen Bus gesetzt, der mich an die Nordspitze der Stadt gebracht hat und bin dann mit Uber zum Aussichtspunkt (Aufwand hat sich meiner Meinung nach total gelohnt! Gab mir irgendwo Australien-“Great Ocean Road”-Vibes) und habe danach beschlossen den Rest des Tages Moana im Kino zu schauen :D (Man muss es ja schließlich ausnutzen, dass das hier nur 5 lucas kostet!)
Zum Sonnenuntergang saß ich dann an der Küste hinter der Mall und dann war Tag 2 doch irgendwie verflogen :)
Tag 3
So, für heute gab es dann leider wirklich nichts Neues mehr zu entdecken. Ich kam auf die weirde Idee ein Morgenworkout zu machen, was mich danach blöderweise etwas gerädert hat und bin dann einfach wieder an der Küste entlang geschlendert, habe leider nicht wie erhofft Fußballtrikots gefunden und danach habe ich sehr lange den Seelöwen beim existieren, sonnen und zanken zugesehen :) Antofagasta hat auch, wie so viele Städte hier, sehr viel Streetart, aber hier irgendwie mit mehr feministischen Touch ˆˆ (Gefällt mir :))
Erstaunt war ich darüber, dass am Abend tatsächlich etwas Leben in das Hostel einkehrte, jedoch alles nur Arbeiter, die einen Auftrag auswärts hatten oder im Falle meines Zimmernachbarns Mienenarbeiter. Es tat mir etwas leid für ihn, denn er ist früh ins Bett und ich musste noch alles Packen und Ready machen, denn mein Bus fährt morgen um 4 Uhr morgens, weshalb ich um 3 das Hostel verlassen musss… Schlussendlich haben wir aber noch echt nett gequatscht und jetzt muss ich unbedingt schlafen, um morgen an meinem ersten Tag in San Pedro de Atacama nicht allzu erschöpft zu sein.
Over all fand ich Antofagasta eine schöne entspannte Erfahrung, wenn auch vllt nicht so das große touristische Highlight, habe ich mich hier sehr wohlgefühlt. (Gott sei Dank kommt eine chilenische Freundin ursprünglich hier her, sodass sie mir viele Empfehlungen, Ratschläge und Notfallkontakte geben konnte, das hat sehr geholfen)
P.S. Notiz an mich: Recherchieren, wie die große Vögel mit Rotem Kopf heißen, die ich an der Portada gesehen habe :) -> ‘Jote de cabeza colorada’ auch Truthahngeier genannt (Aasfresser)
P.P.S. Wem mache ich was vor ˆˆ (Ich finalisiere diesen Post gerade in San Pedro, es ist erst 20 Uhr und ich würde euch gerne noch von meinem Tag hier erzählen, aber ich glaube mir fallen gleich die Augen zu, also müsst ihr euch wohl noch etwas gedulden bevor ihr schöne Wüstenfotos kriegt)


