Ungeplanter Tag in Santiago
Hallo ihr Lieben!
Der Tag heute lief etwas anders als geplant… Wir sind (wie geplant) um 4:30 aufgestanden und haben zu dritt um 5:00 den Uber zum Busbahnhof genommen, aber einmal in Santiago angekommen, fanden wir unseren Anschlussbus nach Mendoza nicht. Nach eifrigem rumfragen, stellte sich heraus, dass es wohl am Grenzübergang ‘Los Libertadores’ nach Argentinien in den Bergen geschneit hat und der pass geschlossen sei. Alle Busse nach Mendoza waren also gestrichen und niemand wusste, wann es wieder Fahrten geben würde.
Glücklicherweise hat mein Mitbewohner hier einen Freund in Santiago, wo wir entspannt unsere Sachen abstellen und uns neu organisieren konnten. In der Hoffnung noch einen Bus am Abend erwischen zu können beschlossen wir, den Tag in Santiago zu genießen und ein bisschen Sightseeing zu betreiben. Hier steht das höchste Gebäude Südamerikas und es ist beeindruckend wie kontrastierend (arm/reich) die Stadtviertel sind. Außerdem: die Käseauswahl war einfach deutlich größer als in Valpo! Leben in der Hauptstadt muss ja auch Vorteile mit sich bringen ^^ Auf der anderes Seite war es aber auch beeindruckend, wie viel Smog in der Luft hing. Man hatte fast den Eindruck, es sei nebelig… Da ist mir die frische Meerluft dann doch etwas lieber!
Und was wurde jetzt aus unserer Weiterreise nach Mendoza fragt ihr euch? Ja… Glücklicherweise waren wir hartnäckig genug und sind am Nachmittag nochmal zur Busstation gefahren und haben es geschafft, dass sie uns noch auf die letzten Plätze für die Nachtbusse umgebucht haben, die dann “spontan” doch noch gefahren sind…
Quasi Glück im Unglück… ich sage quasi, weil ganz durchdacht war das ja nicht von den Busorganisationen. Dadurch, dass alle Busse erst spät abends gefahren sind (und unser leider als letzter) standen wir dann am Grenzübergang am Ende einer langen Busschlange und haben geschlagene 3h gewartet, bis wir dran waren. Bis der ganze Prozess mit Passkontrolle, Ausreise, nochmal aussteigen für Gepäckkontrolle (eine Frau wollte uns ihren Koffer anschwatzen.. keine Sorge, wir haben nicht mitgespielt…), etc… waren weitere 2h um. Entsprechen waren wir nicht nach den geplanten 6-8h in Mendoza sondern um einiges später.
Allgemein war das eine sehr interessante Grenzerfahrung… Es wurde zwischendurch Geld eingesammelt, um “die Kontrolle des Busses zu beschleunigen”… (Jaja, die Argentinier sind scheinbar bestechlicher, als die Chilenen, da lief die Rückeinreise ganz anders, aber dazu mehr später ^^)
Glücklicherweise durften wir unser Mietauto in Mendoza bestellt für 7 Uhr auch noch um 10 Uhr abholen, womit wir durch den Tag in Santiago kaum Verluste bezüglich unserer Reiseplanung gemacht haben und stattdessen, ganz im Gegenteil endlich mal ein bisschen Santiago erkunden konnten :D
(Schlaf lassen wir bei der Verlustrechnung einfach mal raus, davon hatten wir die Woche mit 4/8 Nächten in Bussen eindeutig zu wenig!)


