Meine ersten 24h als Solotraveller
Okay, wo fange ich an?
Vielleicht einfach erstmal chronologisch. Gestern bin ich dann in Santiago direkt noch in einen Bus (OMG sind die bequem!) gehüpft und zu meinem Hostel gestapft. Ich war ziemlich durch und innerlich unruhig und es hat leider auch nur ein bisschen geholfen, dass ich irgendwo angekommen bin, da immer noch unklar war, wie es die Tage weitergehen soll. Was ziemlich entspannt ist, ist, dass ich mir meinen 5er Dorm-Room nur mit einem Argentinier teile, heißt, wir haben beide genügend Platz! Gestern Abend habe ich dann noch mein Gepäck umgepackt und viel Recherchearbeit geleistet (leider vergebens) bevor ich dann gegen 22:30 in einen tiefen Schlaf gefallen bin. Trotz der Müdigkeit hat es mich nicht davon abgehalten, dass ich heute morgen schon um 7 Uhr wach war, aber was solls. (An sich sind das ja auch mehr als genügend Stunden Schlaf…)
Heute früh habe ich dann beschlossen, dass ich das Hostel um mind. eine Nacht verlängere. Außerdem habe ich meine großen Gepäckstücke zum Lagern weggebracht, sodass ich die nächsten 1,5Wochen etwas flexibler mit weniger Balast unterwegs bin. Um das zu erledigen musste ich einmal quer durch Viña del Mar laufen. Das traf sich gut, denn dadurch kam ich raus und ich nutze die Gelegenheit, um mir etwas Wasser, Essen und Sonnenschutz zu besorgen. Der ist hier bitter nötig, denn die Sonne knallt und es sind um die 30 Grad draußen. Mein Argentinischer Roomie hat sich solche Sorgen gemacht, dass ich nicht genug zu trinken habe, dass er mir sogar das Geld für meine erste Flasche Wasser geschenkt hat, ohne Widerworte. Allgemein habe ich den Eindruck, dass die Menschen hier alle sehr offen und hilfsbereit sind. Nur habe ich noch Schwierigkeiten mich zu akklimatisieren… Witzigerweise habe ich nach meiner kleinen Shoppingtour und Rumschlenderei den einen Deutschen aus dem Flug auf einem Steg wiedergetroffen, der gerade Wohnungsbesichtigungen macht. Wir sind dann noch gemeinsam weiter durch Vina spaziert und haben zum Schluss noch unsere erste Microbuserfahrung hinter uns gebracht. Also ich muss sagen, das ist quasi Achterbahnfahren, nur viel günstiger! Ich bin natürlich auch falsch ausgestiegen, aber meinen Weg zum Hostel habe ich trotzdem wiedergefunden und dort beschlossen, es ist Zeit für eine Nachmittagspause, quasi Siesta Zeit!
Ich weiß noch nicht, ob ich es heute nochmal rausschaffe. In der Theorie wäre ich ja gerne ein abenteuerlustiger Mensch, der einfach Dinge tut, statt sich Sorgen zu machen… Aber in der Praxis merke ich, wie schwer es mir doch fällt und wie verloren ich mich hier alleine doch fühle. Nicht selten habe ich mich die letzten 24h gefragt, warum zur Hölle ich bloß schon eine Woche vorm Orientierungstag der Uni hergeflogen bin… Aber ich nehme es jetzt einfach mal als Chance, diese Erfahrung mal zu machen, aber honestly wünsche ich mir gerade eigentlich nur nen Reisebuddy her, da ich mit Bekanntem um mich herum deutlich mutiger sein kann.
Außerdem geht die Recherche gleich weiter… Was meint ihr? Bleibe ich einfach im Hostel hier bis ich in meine Wohnung kann oder schaffe ich es raus und erkunde noch ein bisschen die Ortschaften um Valpo herum und komme evtl sogar zum Surfen? Bleibt gepannt!


